Ergebnisse

Ergebnisse

Bekleidung 2010

Bekleidung

Partner

Sponsoren/Partner

Tetje talkt

Tetje Mierendorf

Jetzt auch auf

Partner-Events

Partner-Events

















UCI, Live Clean

Tollkühnes Tandem

14. August 2009 17:03

Im Upsolut -Interview berichten Helmut Schulte, Manager des FC St. Pauli von 1910, und Lou Richter, Moderator und Autor, über ihre Teilnahme bei den Vattenfall Cyclassics.

Herr Schulte, Sie nehmen dieses Jahr zum 12-mal an den Vattenfall Cyclassics teil. Was bewegt Sie immer wieder aufs Neue, sich dieser Herausforderung zu stellen?

Schulte: Es ist immer wieder herrlich, durch die schönste Stadt der Welt auf staufreien Straßen mit Freunden zu radeln. Das gehört zu meinen wichtigsten Terminen.

Im Jahr 2007 gingen Sie nach einem schweren Unfall geschwächt an den Start und haben im letzten Jahr pausiert. Wie ist Ihr aktueller Trainingszustand?

Schulte: Der war schon Mal besser. Auch diesmal wird also wie fast immer der Wille über den Körper siegen müssen.

Herr Richter, in diesem Jahr nehmen Sie mit Helmut Schulte auf einem Tandem an den Vattenfall Cyclassics teil. Wie kam es zu dieser Konstellation?

Richter: Wir kennen uns seit über 20 Jahren und haben schon zusammen alle Beförderungsmittel außer Panzern benutzt. Und da wir schon 5. mal bei den Cyclassics umeinander herum geradelt sind, ist die Tandemtour jetzt der nächste logische Schritt.

Die Vattenfall Cyclassics erfordern viel Ausdauer und Kondition. Wie haben Sie sich vorbereitet?

Richter: Überwiegend mental, denn große sportliche Leistungen sind Kopfsache. Natürlich haben wir eine intensive Videoanalyse betrieben: wir haben mal zusammen eine Etappe der Tour de France im Fernsehen verfolgt. Also, zumindest den Zieleinlauf. Und ob wir genug Luft für die 55 km haben, darüber machen wir uns keine Sorgen: Luft ist genug da –
wir müssen nur den Mund aufmachen.

Schulte: Wir sind zweimal auf dem Tandem über den Ohlsdorfer Friedhof gefahren. Pause haben wir jedes Mal an Heinz Erhardts Grab gemacht.

Wer von Ihnen gibt auf dem Tandem das Tempo vor?

Richter: Das entscheiden wir situativ. Meist wohl der, der vorne sitzt. Weil der hintere die Beine und Seele baumeln lässt…

Schulte: …wir sind Kumpels. Lou startet vorne, ich fahr vorne ins Ziel.

Mittlerweile sind Sie beide schon mehrfach mitgefahren. Auf welche Abschnitte freuen Sie sich besonders und wo könnte es für Sie als Tandemgespann schwierig werden?

Schulte: Wir freuen uns auf die Abschnitte wo es bergab geht. Schwierig ist es für uns natürlich im „Gebirge“…

Richter: …und auf die ausgiebige Pause in Wedel, wo wir uns schon ein 4-Gänge-Menü bestellt haben. Sehr stimmungsvoll wird’s auch wieder auf der Reeperbahn sein,
wo wir traditionell ein paar unschlagbare Hammerhits anstimmen werden. Was die Schwierigkeiten angeht, machen wir uns keine Illusionen: das sind die Kilometer 1 bis 55.

Rainer Calmund startet in diesem Jahr mit Joey Kelly als Trainer. Freuen Sie sich auf diese besondere Competition?

Richter: Da für uns der Wettbewerbscharakter bei diesem Rennen eine eher untergeordnete Rolle spielt, erkennen wir keine Competition. Wir haben außerdem akzeptiert, dass Calli schneller, schöner, schlauer ist. Wir machen uns nur Sorgen, weil er sich figürlich immer
mehr Kate Moss annähert.

Schulte: Wenn wir den „Dicken Calli“ nicht hinter uns lassen, hängen wir unser Fahrrad definitiv an den Nagel. Joey Kelly spielt oder fährt in einer anderen Liga, dem werden wir schön artig zuwinken, wenn er uns überholt.